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Zeitsprünge - Ein Spiel um die lebendige Erinnerung an die Berliner Mauer

Jugendliche werden in Berlin auch heute, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, täglich mit den Spuren der Teilung konfrontiert, ohne sie deuten zu können. Mit der entstandenen Schatzsuche wollen die Zeitenspringer andere Jugendliche auf eine Zeitreise durch die Mitte Berlins schicken. Die Mitspielenden sollen mit den BewohnerInnen in Kontakt treten und über versteckte Hinweise und zu lösende Rätsel Informationen zur Geschichte des Mauerbaus, der DDR, West-Berlins und der Wiedervereinigung erhalten. 

Wir Zeitenspringer sind 8 SchülerInnen der „Weiterführenden Evangelischen Schule Berlin Zentrum“ und haben seit April 2009 im Rahmen des Jugendprogramms Zeitensprünge der Stiftung Demokratische Jugend während unserer klassenübergreifenden Projektarbeitszeit unter der Leitung des Schauspielers und Theaterpädagogen Frank Schikore das Spiel „Parallelwelten“ entwickelt.

An unserem Stand auf der Projektmesse der Jugendgeschichtstage am 8. und 9. November 2009 im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums in Berlin und am 21. November in den Bahnhofspassagen des Potsdamer Hauptbahnhofs können sich  Besucher über den Projektverlauf und unsere Ergebnisse informieren. Fotos, ein Kurzspielfilm und weitere Videoimpressionen sowie Zeitzeugeninterviews geben Einblicke in das Spiel und die Schatzsuche.

 

 

Sigmar Faust ist Schriftsteller, er führt Besuchergruppen durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Er hat sein Schicksal in der sechsteiligen ZDF-Spielfilm-Serie "Freiheit, die ich meine" (1979) und in zahlreichen Publikationen verarbeitet.

 

 

 

 

 

 

 

Teilnahme an der Schatzsuche:

Schulklassen, Familien und interessierte Jugendliche können Elemente des, von den Zeitenspringern im Projekt „Parallelwelten“ entwickelten Zeitreisespiels als Schatzsuche auf einem historischen Stadtspaziergang kennen lernen. Das Projekt wird im Rahmen der kulturpädagogischen Projekttage MauerSegler des KREATIVHAUS e.V. fortgeführt und bietet so weiteren Jugendlichen die Gelegenheit, sich anhand von spannenden Missionen und Aufgabenstellungen den Stadtraum zu erobern und historische Zusammenhänge mit diesem zu verknüpfen.

Ablauf der Schatzsuche:

Schulklassen teilen sich in zwei gleich große Gruppen auf. Die beiden Gruppen begeben sich auf unterschiedlichen Wegen auf eine Schatz- und Spurensuche in der unmittelbaren Umgebung des ehemaligen Verlaufs der Berliner Mauer. Die Gruppen werden von erfahrenen Kulturpädagogen begleitet. Die Zeitreise zeichnet den Weg der Teilung der Stadt durch den Bau der Mauer im Jahre 1961 bis zur Wiedervereinigung beider deutscher Staaten nach. Im Verlauf der Schatzsuche begegnen die Schatzsucher Zeitzeugen in zwei Kirchen des Ost-Berliner Stadtteils Prenzlauer Berg. Die friedliche Revolution 1989 nahm hier - ähnlich wie in Leipzig - mit Friedensgebeten und Fastenaktionen/Mahnwachen ihren Anfang. In der Rolle von Friedensaktivisten folgen die Schatzsucher einer fotografischen Bildergeschichte, die sie zu einem geheimen Treffpunkt führt. Dabei lösen sie Rätsel und beantworten Quizfragen, mit denen sie auf unterhaltsame Weise Wissen über lokalgeschichtliche Zusammenhänge erwerben und an die Codewörter gelangen, mit denen sie schließlich den Schatz bergen können. Durch abwechslungsreiche Missionen, Rollen- und Bewegungsspiele finden die Schatzsucher Antworten auf Fragen wie: Wo verlief die Mauer? Warum wurde sie gebaut? Warum konnte man nicht einfach darüber klettern? Wie konnten Fluchtaktionen gelingen? Wie erlebten die Menschen ihren Alltag im geteilten Berlin? Warum scheiterte die DDR?

Dauer der Schatzsuche: ca. 4 Stunden

Informationen und Anmeldung beim:

KREATIVHAUS e.V.

Theaterpädagogisches Zentrum

und Kultur- und Begegnungsstätte

Fischerinsel 3

10179 Berlin

Tel.: 030  23 80 91 - 3

http://www.kreativhaus-berlin.de/web/parallelweltenhttp://www.kreativhaus-berlin.de/