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Schülerfirma Trashback – ein Erfahrungsbericht

von Henri Helmer (Kurs Sozialwissenschaften 2012 / 13, Jahrgang 11)

Im Kurs Sozialwissenschaften des Profilprojektes Wirtschaft und Innovation gründeten wir unsere Firma Trashback. Wir werden unterstützt von dem  Institut der Deutschen Wirtschaft Köln und seinem Projekt JUNIOR gGmbH. Ziel des Programmes ist es, die soziale Kompetenz junger Menschen zu fördern und sie mit den wichtigsten wirtschaftlichen Grundprinzipien praktisch vertraut zu machen.
Unser Produkt das sind Smartphone-Taschen aus Recyclingmaterialien. Das Hauptmaterial, welches wir verwenden, ist die „Capri-Sonne“-Packung, die aus einer speziellen Aluminium-Kunststoff-Mischung besteht. Diese ist für die Umwelt unmöglich abzubauen.
Bevor wir jedoch zu unserem endgültigen Produkt gekommen sind, hatten wir viele verschiedene Ideen: ein neues Kartenspiel, ein Graffitti ABC, ein Retro-Monokel oder individualisierte Zauberwürfel. Nach einem demokratischen Ausschlussverfahren entschlossen wir uns schließlich dafür Taschen aus „Capri-Sonne“-Packungen herzustellen und dem Müll eine neue sinnvolle Verwendung zu geben.  Wir haben den Namen Trashback gewählt, da er unser Produkt gut beschreibt und der potentielle Kunde direkt den Grundgedanken unseres Unternehmens ablesen kann.
In dem Entwicklungsprozess wurden wir von unseren Wirtschaftspaten, Herr Kuhn (Jungunternehmer) und Frau Rethmann (Leiterin einer Finanzabteilung bei Siemens) tatkräftig unterstützt. Durch ihre Erfahrungen mit der Gründung und Leitung einer Firma konnten sie uns hilfreiche Tipps und Verbesserungsvorschläge geben. So hat uns Frau Rethmann darauf aufmerksam gemacht, dass eine Kalkulation der Kosten vor „bösen“ Überraschungen schützen kann. Über die anfänglichen Startschwierigkeiten in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure konnten wir von Herrn Kuhn erfahren.
Wir haben unsere Firma in vier Abteilungen geteilt: Produkt-, Finanz-, Verwaltungs- und Marketingabteilung. Außerdem haben wir einen Vorstandsvorsitzenden, Konrad, der alles koordiniert und sich regelmäßig mit den Abteilungsleitern abspricht.
Am 27. Februar hat unsere Firma an einer Schülermesse im Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) teilgenommen um unser Produkt vorzustellen und einen Eindruck von anderen Schülerfirmen zu bekommen. Hier haben wir interessante Kontakte geknüpft und andere Schüler kennengelernt. Wir haben beispielsweise ein Angebot vom FEZ erhalten in den Sommerferien einen Kurs anzubieten, in dem wir Kindern das Herstellen unserer Smartphone-Taschen beibringen. Hierfür würden wir auch entlohnt werden ;-)
Zur Zeit beschäftigen wir uns mit der Produktion, welche wir in Kooperation mit einem Oberstufenzentrum für Modedesign vorantreiben möchten. Die Marketingabteilung hat eine Werbestrategie entwickelt, die an unser Logo und unseren Werbeslogan anknüpft – ein Superheld rettet ein fallendes Telefon indem er es mit unserer Tasche auffängt. Es sieht gut aus!

Zitate von Mitschülern:

„Alles in Allem läuft es besser als erwartet“ Konrad
„Wir wollten ein alltägliches Produkt nachhaltig herstellen und damit zum umweltbewussten Denken aufrufen.“ Luz
„Ich persönlich empfinde den gesamten Vorgang als eine lehrreiche Erfahrung, die zum innovativen und selbständigen Handeln anregt.“ Luz
„Ich würde so ein Projekt auf jeden Fall weiterempfehlen. Der Unterricht hat Spaß gemacht.“ Karl
„Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass wir es schaffen mindesten fünfzig Taschen zu produzieren und zu verkaufen. Das wäre für mich ein großer Erfolg.“ Harald
„Ich denke Trashback ist eine gute Sache und ich kann mir auch vorstellen, dass es im umweltbewussten Berlin zu einem Erfolg werden kann.“ Julius
„Zukünftigen Schülerfirmen würde ich vor allem empfehlen sich intensiv mit der Ideenfindung auseinanderzusetzen um ein wirklich befriedigendes und motivierendes Ergebnis zu generieren. Denn allein der Gedanke an Umsatz reicht besonders in den oft schwierigen Anfängen einer Firma nicht aus, um sie am Laufen zu halten.“ Julius
„Das Projekt war extrem fordernd aber über die komplette bisherige Dauer sehr interessant. Wir mussten oft sehr lösungsorientiert denken und handeln und viele verschiedene Anforderungen erfüllen und Fähigkeiten neu erlernen wie beispielsweise das Nähen der Smartphone-Taschen mit Nähmaschinen, den Vertrieb und Produktentwicklung. Ich habe das Projekt als sehr sinnvoll und hilfreich erlebt und war konstant motiviert weil das Ziel so klar vor uns lag und sich alle den Erfolg unserer Firma wünschten.“ Richard
„An künftige Schülerfirmen: Ihr habt viel Arbeit vor euch, werdet aber auch eine Menge Spaß haben.“ Joschi
„Ich bekomme durch dieses Projekt einen realistischen Einblick in ein echtes Unternehmen.“ Joschi