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Schokolade - aber fair

 

Vier Schüler der ESBZ haben sich im Projekt Verantwortung mit dem Thema "Schokolade" beschäftigt. Die Jungen aus Klasse 1 haben beschlossen darüber aufzuklären, dass Kakao für viele Schokoladen aus Kinderarbeit stammt. Sie haben an große Schokoladenfirmen geschrieben, Aktionen vor Supermärkten gestartet, Vorträge in Grundschulen gehalten und selbstgemachte Schokoladenobstspieße verkauft – natürlich mit „fairer“ Schokolade.

 

Schokolade ohne Nachgeschmack

Jeder Deutsche ist im Durchschnitt acht Kilogramm Schokolade pro Jahr? Unser Appetit sorgt für große Gewinne bei den ca. 90 industriellen deutschen Herstellen - im Jahr 2006 waren es 4,4 Mrd. Euro. UNICEF und „terre des hommes“ schätzen die Anzahl der Kinder, die auf Plantagen in West- und Mittelafrika zur Arbeit in Kakaoplantagen gezwungen werden, auf über 200.000.

Organisierte Menschenhändler kaufen die Kinder in Ländern wie Mali, Benin und Togo ihren Eltern ab und verkaufen sie dann an die Nachbarländer Nigeria, Gabun, Kongo und insbesondere an die Elfenbeinküste. Eine Schule haben diese Kinder noch nie besucht.

Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?

Kinder ernten die reifen Früchte des Kakaos mit der Machete, danach befreien sie die Samen von Hand aus der Schale. In manchen Gegenden werden die Kerne anschließend in Trockenöfen getrocknet, die bis zu 60 Grad aufgeheizt werden. Außerdem werden die Pflanzen mit Pestiziden gespritzt und die Kinder arbeiten ohne Schutzkleidung.

Welche Gefahren und Folgen ergeben sich für die Kinder?

Wie viele andere Kinder, die in der Landwirtschaft arbeiten, schuften Kinder auf Kakaoplantagen meist über zwölf Stunden am Tag, sieben Tage die Woche - und das bei glühender Hitze. Sie bekommen sie oft Rückenschmerzen und andere Beschwerden vom Schleppen der schweren Kakaobohnensäcke und vom Umgang mit der Machete. Zusätzlich schwächen die gesundheitsschädlichen Pestizide ihre Körper, oft erbrechen sie oder bekommen Fieber.

Wie können wir gegen Kinderarbeit aktiv werden?

Nur Schokolade mit dem Transfair-Siegel kaufen. Viele Kaufhäuser und Lebensmittelgeschäfte bieten solche Produkte an. Außerdem gibt es Weltläden, die Produkte anbieten, welche die Existenz der Erzeuger sichern. Sie sind alle fair gehandelt und viele stammen aus ökologischer Produktion.

 

 

Weitere Informationen:

Externer Link zu ...www.welthungerhilfe.de