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Zum zweiten Mal unternahmen Schülerinnen der ESBZ eine Forschungsreise in lateinamerikanische Lebenswelten. Die zweiten kulturanthropologisch-ethnologischen Projekttage führten in die Vielfalt Lateinamerikas ein und endeten in bunten Repräsentationen sowie in einem traditionellen Heilritual mit einer peruanischen Schamanin.

Berlin, 8.-10. April 2014.

So vielfältig Lateinamerika ist, so vielfältig waren auch die Themen während der Projekttage. Die Teilnehmer bearbeiteten fünf Bereiche: Ökonomie und Ökologie (mit einem Schwerpunkt auf den Kohletagebau in Kolumbien), Regionale Küchen (mit einem Fokus auf Mexiko), Zumba und Cha Cha, Fußball im Hinblick auf die WM in Brasilien sowie eine Länderanalyse zu Uruguay und Bolivien.

Das Team um Ökologie und Ökonomie analysierte die Situation des offenen Kohletagebaus in Kolumbien. Der zerstörerische Raubbau mit all seinen ökologischen, sozialen, kulturellen und spirituellen Folgen wurde in einer Debatte kontrovers dargestellt. Der wirtschaftliche Profit Weniger stand den massiven Um- und Innenwelt-Schäden gegenüber.

Aspekte der regionalen Küche Mexikos wurden nicht nur anschaulich vorgestellt und ihre Hintergründe geschildert, sondern konnten auch sinnlich erfahrbar, nämlich gekostet werden. Die Ergebnisse - in Form eines reichhaltigen Buffets - sahen nicht nur lecker aus, sie schmeckten auch allen sehr!

Die südamerikanischen Tanzstile Zumba und Cha Cha wurden vorgeführt. Besonders Zumba, von Millionen Menschen ausgeübt, scheint darüberhinaus ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell zu sein.

Die in wenigen Wochen startende Fußballweltmeisterschaft in Brasilien gab das nächste Untersuchungsfeld vor. Wie eine Fußballnation zwischen Begeisterung und Protest zerrissen ist, zeigte dieses Projekt sehr bildhaft.

Nach drei Tagen intensiver Beschäftigung mit den genannten Themen wurden die Arbeiten einem Teil der Schülerschaft präsentiert.

In drei Projekttagen konnten wir uns natürlich nur mit einem kleinen Ausschnitt lateinamerikanischer Lebenswelten beschäftigen. Darüber hinaus wurde vom Projektleiter eine Einführung in Ethnologie und Kulturanthropologie gegeben und wir klärten den Kulturbegriff sowie den Begriff des Fremden. Im Anschluss wurde der Dokumentarfilm „Zwischen den Fronten“ gezeigt. Der Film erzählt von einer Internatsschule im kolumbianischen Bürgerkriegsgebiet. Außerdem besuchten wir die Ausstellung „Ausencias – Abwesenheiten“ im Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Der Fotograf, Gustavo Germano, befasst sich in seinem Foto-Projekt mit den Verschwundenen der brasilianischen Militärdiktatur. Dort wurden wir von einem brasilianischen Fernsehteam aufgenommen und interviewt.

Das Finale war, wie im letzten Jahr, eine Mesada, ein schamanisches Heilritual, mit der peruanischen Curandera Amelia Rosalia Asalde Flores. Der Magie des Rituals konnte sich niemand entziehen und einige Schüler waren offensichtlich sehr ergriffen von ihrer Curación.