Unser Team - ausführlich in alphabetischer Reihenfolge, Erweiterung folgt ...

 

Michael Baumann

wurde  in der Schulversammlung gleich nach seinen ersten Arbeitstagen gelobt - und zwar von allen Lehrern und Schülern. Seit er seinen Dienst als Hausmeister antrat, sind die kleinen Widrigkeiten des Alltags bedeutend seltener geworden. Was kaputt ist, wird repariert, Graffiti verschwindet so schnell wie sie gekommen ist, Material liegt am richtigen Ort, und was fehlt, wird besorgt. Michael Baumann wurde im Jahr 1958 in Essen geboren, aufgewachsen ist er in Baden-Württemberg. 30 Jahre lang hat er als Reprograph gearbeitet. Zu Anfang war er Hilfsarbeiter, am Ende Betriebsleiter. Seit aber in jedem Büro ein Computer steht und neue Technik die früher aufwendigen Druckverfahren ersetzt, sterben die Berufe im Druckereigewerbe aus. Das bekam auch Baumann zu spüren - er wurde arbeitslos. Immerhin haben die Gärten seiner Freunde davon stark profitiert, und in der Weihnachtszeit hatte er richtig viel Zeit für eines seiner Hobbys: Kekse backen mit vielen Kindern. Seine vielfältigen Talente setzt er seit Anfang 2009 in der Evangelischen Schule Berlin Zentrum ein, und dass es dort noch viel zu tun gibt, ist ihm gerade recht. “Hier kann ich etwas bewegen”, sagt er. Die Kinder schätzen, dass er nicht jeden Unsinn, den sie machen, an die Lehrer verrät, und die Eltern sind dankbar, wenn er sie ohne jeden Vorwurf abends nach dem AG-Treffen aus der abgeschlossenen Schule befreit.

Michael Baumann wohnt seit vielen Jahren in Wilmersdorf. In seiner Freizeit fährt er gern Motorrad.

 

Jutta Bebla, Sekretärin

Katja Köppen , Sekretärin

bleibt ruhig, wenn rundherum Hektik herrscht und Tausend Fragen auf sie einstürmen. “Ich mag das”, sagt die Schulsekretärin, die 1977 in Leipzig geboren wurde, aber schon mit 13 Jahren nach Berlin gezogen ist. Nach der zehnten Klasse lernte sie erst einmal Friseurin - und wusste bald, dass das nicht das richtige war. Über einen Aushilfsjob in einem Musikverlag lernte sie die Büroarbeit kennen, merkte, dass sie dafür das Organisationstalent, die Freude am Umgang mit Menschen und die erforderliche Nervenstärke besaß und machte eine Ausbildung zur Werbekauffrau. Nach der Elternzeit mit Sohn Oskar kam sie an die Evangelische Schule Berlin Zentrum und ist seit Sommer 2007 die Schnittstelle für alle Informationen und Anfragen, von der täglichen Post über Krankmeldungen und Telefondienst bis hin zur Materialausgabe. Nebenbei sucht sie fehlende Beamer-Fernbedienungen, nimmt Fundstücke an und versorgt die Beulen und aufgeschürften Knie der Kinder. “Ich bin Ansprechpartnerin für alles, und ich lasse mich auch gern ansprechen”, sagt sie. Die Arbeit an dieser Schule macht ihr nicht nur deshalb viel Freude, weil sie von dem pädagogischen Konzept  begeistert ist: “Überall steckt so viel Herzblut drin, von den Lehrern und von den Eltern. Das ist etwas ganz Besonderes.”

Katja Köppen ist allein erziehend. Sie lebt mit Oskar in Friedrichshain und näht und tischlert in ihrer Freizeit.

Levent Bicer

Elisabeth Brunner

 

 

Katrin Cunow

Dr. Birgit Dreßel

Jessica Falzoi

Detlef Franz

unterrichtet Musik, Sport und Darstellendes Spiel. Der Berliner, der im Jahr 1968 geboren wurde, hat an der Universität der Künste Schulmusik studiert und an der Freien Universität Sport. In den letzten beiden Jahren hat er zusätzlich die Ausbildung für Darstellendes Spiel gemacht. Nach einem Referendariat in Wilmersdorf war Detlef Franz acht Jahre lang Lehrer an einem Gymnasium in Tempelhof. Er wünscht sich eine Schule, in der es möglich ist, eine Beziehung zum Gegenüber aufzubauen - eine Grundlage für erfolgreiche Lernprozesse. “In meiner Schulzeit war das kaum möglich, und auch heute bietet die Schule üblicherweise keinen Raum dafür. Selbst in den Leistungskursen habe ich kaum herausfinden können, wer mein Gegenüber eigentlich ist.” Sein Ideal: Den anderen kennen lernen und ihn darin unterstützen, an sich zu arbeiten. “Ich möchte mit den Jugendlichen entdecken, was sie schon können, zu was sie im Stande sind und wo es Hilfe von außen braucht. Und herausfinden, zu was sie noch fähig sind, vielleicht ohne es zu wissen.”

Detlef Franz ist verheiratet und hat drei Kinder. In den Ferien erkundet er gern die Jakobswege in Spanien.

 

Elisabeth Gruendler

 

 

Benjamin Hövelkamp

Sandra Jankow

Ariane Konetzka

unterrichtet mit ihrer Kollegin Greta Duvendack das Fach Religion. 1971 in Mannheim geboren, ging sie nach dem Abitur nach Heidelberg, wo sie an der Pädagogischen  Hochschule  Religion und Geschichte für die Sekundarstufe I studierte. Ihr Referendariat machte sie in Heilbronn an einer Grund- und Hauptschule. Anschließend arbeitete sie zwei Jahre lang in einer Werkstatt mit  geistig behinderten Menschen. Im Jahr 1999 zog sie nach Berlin.  Hier war sie in unterschiedlichen pädagogischen Bereichen tätig, unter anderem in der Entwicklung und Durchführung von pädagogischen Konzepten im Museum für Kommunikation und als Lerntherapeutin für Kinder mit Rechenschwäche. Seit  acht  Jahren evangelischen Kirche in Berlin und unterrichtete an verschiedenen Schulen, hauptsächlich in Friedrichshain und Mitte. An unserer Schule bereitet sie mit den Mädchen und Jungen Gottesdienste vor. Außerdem leitet sie religionsbezogene Werkstätten. Sie schätzt an der ESBZ, dass die Kinder zum Handeln angeregt werden und lernen, wie sie mit ihren Möglichkeiten Verantwortung über die Schule hinaus übernehmen können. “Der Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung zieht sich als Leitidee durch die gesamte Arbeit in der Schule”, sagt sie.

Ariane Konetzka plant ihren Urlaub gern so, dass sie die verschiedensten Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen kennen lernen kann. Außerdem wandert sie und macht Yoga.

 

Alexandra Kraus

ist im Jahr 1973  in Freiburg im Breisgau geboren und in der Nähe der Grenze zu Frankreich und der Schweiz aufgewachsen. Ihre Interessen galten schon früh der Literatur und der menschlichen Kommunikation und so lag es nahe, dass sie nach dem Abitur die Sprachen Deutsch und Französisch studierte. Erfahrungen mit reformpädagogischen Ansätzen sammelte sie früh: durch den Austausch mit ihrer Mutter, die als Grundschullehrerin arbeitet, sowie in pädagogischen Seminaren während des Studiums. Nach dem ersten Staatsexamen machte sie ihr Referendariat in Stuttgart. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits Eindrücke an verschiedenen Schulen gesammelt, unter anderem als Unterrichtsassistentin in der Schlossschule Salem. Nach dem Referendariat hätte ihre Karriere in vorgezeichneten Bahnen weitergehen können. Doch eine Stelle zur Beamtin an einem Gymnasium lehnte sie ab. “Die Dinge, an die ich als Lehrerin glaube, hätten dort zu wenig Raum gehabt. Ich will die Möglichkeit haben, die Schüler als Individuen wahrzunehmen, ihre Selbständigkeit fördern, sie beim Arbeiten begleiten und unterstützen, nicht die allein Dozierende sein.” Außerdem ist sie eine Befürworterin der Gemeinschaftsschule: “Überall ist die Gesellschaft  heterogen. Das sollte  die Schule abbilden. Auch jahrgangsübergreifendes Lernen ist für mich selbstverständlich.” Im Jahr 2005 kam Alexandra Kraus nach Berlin, erfuhr von einer privaten Montessori-Grundschule im Aufbau in Brandenburg und wurde dort zunächst als Koordinatorin für den Aufbau einer weiterführenden Schule eingestellt. Sie arbeitete an der Entwicklung des Konzeptes mit und übernahm im ersten Jahr auch die Schulleitung der dort entstandenen Oberschule. Das hat sie mit Freude und Erfolg getan – doch vermisste sie die Arbeit als Lehrerin. Durch einen Zufall lernte sie Margret Rasfeld und die Evangelische Schule Berlin Zentrum kennen und war überzeugt, hier den Ort gefunden zu haben, an dem sie ihre Vorstellung von Schule und die eigenen Erwartungen an die Lehrerrolle leben kann.

 

Maria Kröger

Jenni Leonhard - Leiterin Mittelstufe

ist Berlinerin. 1982 geboren, in Reinickendorf aufgewachsen, lebt sie heute in ihrer Wahlheimat Wedding. Nach dem Abitur studierte Jenni Leonhard an der Technischen Universität Deutsch und Geschichte  für das Lehramt am Gymnasium. Ihr Referendariat absolvierte sie auf der Schulfarm Insel Scharfenberg. Schon dort war es ihr wichtig, dass die Schüler den Stoff nicht nur aus Büchern lernten: Sie holte  Zeitzeugen in den Geschichtsunterricht und ließ im Fach Deutsch die Dramen nicht nur lesen, sondern auch spielen. “Wenn ich in der Ausbildung von Reformschulen oder vorbildlichen Schulsystemen wie in Skandinavien gehört habe, hielt ich das immer für eine unerreichbare Vision, die man an einer deutschen Regelschule nicht verwirklichen kann. Doch genau das ist hier an dieser Schule möglich”, sagt sie voller Begeisterung. “Ich freue  mich, dass die Kinder nicht im 45-Minuten-Takt abgefertigt werden, dass wir Zeit haben, auf die Schüler einzugehen und auch zulassen  können, dass die Mädchen und Jungen selbst steuern, was sie wie schnell oder langsam in der Schule lernen und auch in deren Umwelt aktiv werden - genau darüber kann man Motivation herstellen und die Kinder Verantwortung spüren lassen.” Sie nutzt im Projektunterricht  gern die Möglichkeiten, mit den Schülern “in die Welt zu blicken” statt nur in und für die Schule zu lernen.

Jenni Leonhard ist verheiratet. In ihrer Freizeit ist sie eine begeisterte (Krimi-)Leserin, geht ins Theater, liebt Wander- und Städtereisen, schwimmt und macht Yoga.

 

Edyta Lysko

Svea Meister

stammt aus Baden-Württemberg. Geboren im Jahr 1970 in Ulm, hat sie im oberschwäbischen Bad Wurzach das Abitur gemacht und studierte anschließend in Freiburg Deutsch, Politikwissenschaften und Englisch für das Lehramt am Gymnasium. Zwischendurch besuchte sie ein Jahr lang die Universität von Canterbury. In Freiburg blieb sie für das Referendariat, dann trat sie eine Stelle an einem großen katholischen Gymnasium bei Baden-Baden an. Nach eineinhalb Jahren lockte eine neue Erfahrung: Svea Meister ging als Sprachlektorin der Robert-Bosch-Stiftung nach Kaliningrad. Sie unterrichtete Deutsch als Fremdsprache und blieb bei diesem Fach, als sie nach Deutschland zurückkehrte. Fünf Jahre lang unterrichtete sie in Leipzig an einer internationalen Schule, dann kam ihre erste Tochter auf die Welt. In der Elternzeit zog die Familie nach Berlin, Svea Meister trat eine Stelle an der Berlin Metropolitan School an. “Während der Elternzeit mit meiner zweiten Tochter habe ich mich neu orientiert. Ich wollte an einer Schule mit Reformpädagogischem Konzept und einem Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung unterrichten”, sagt die Lehrerin. Das fand sie mit der ESBZ. Angebote von Gymnasien hat sie abgelehnt.  “Hier sind ökologisches und soziales Engagement ebenso wichtig wie die Unterrichtsorganisation.” Ihr Aufgabe sieht sie darin, die Mädchen und Jungen zu Selbständigkeit und Selbstbewusstsein zu erziehen, damit sie mit Freiheit umgehen können. Svea Meister lebt mit Ehemann und zwei Töchtern in Friedenau. In ihrer Freizeit macht sie Musik und schwimmt.

 

Judith Menzel

Sven Meth

Marta Mysik

Julia Nerger

Ileana Niepolt

Cordula Niewiedzal

Carolin Paschke

 

 

Gülcan Peköz

ist Erzieherin an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum. Sie ist Berlinerin, kam  1979 auf die Welt, wuchs im Wedding auf und machte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Erzieherin. Nach dem Abschluss ging sie zunächst für ein Jahr nach Frankreich, wo sie in einem bilingualen Kindergarten arbeitete. Diese Erfahrung bestätigte sie in ihrem Wunsch, mit älteren Kindern und Jugendlichen zu arbeiten: “Gerade in diesem Alter ist es wichtig, dass die Mädchen und Jungen Ansprechpartner haben, die ihnen Beachtung schenken und vielleicht auch sehen, welche Bedürfnisse dahinterstecken, wenn ein Kind sich auffällig verhält”, sagt Gülcan Peköz. Wie ihre Erzieher-Kolleginnen ist sie Ansprechpartnerin für die Kinder, jeden Tag, von der ersten bis zur letzten Stunde. Sie kümmert sich darum, dass die Siebtklässler gut im Schulbetrieb ankommen, ist bei den Team-Gesprächen der Lehrer dabei und organisiert bei Bedarf Elterngespräche. Ihre guten Frankreich- und Französisch-Kenntnisse kommen den Schülern in Frankreich-Projekten zugute; außerdem bietet sie Kreativ- und Orientalischer-Tanz-Werkstätten an.

Gülcan Peköz lebt in Charlottenburg. Zu ihren Hobbys gehören Reisen, Sprachen und Tanzen.

 

Anne Christine Pesch

Anne Christine Pesch ist Erzieherin an der ESBZ. Sie stammt aus München, wohnt seit 1994 in Berlin und hat ursprünglich einen ganz anderen Beruf gelernt: Sie war Ton-, Bild- und Studiotechnikerin beim Fernsehen und bei Filmproduktionen. Über die ehrenamtliche Arbeit an der Evangelischen Grundschule Berlin Mitte, die ihre beiden Kinder besuchen bzw. besucht haben, entdeckte sie ihr Interesse am Erzieherberuf und machte die Ausbildung an der 1. Staatlichen Fachschule für Sozialpädagogik in Berlin. Die Aufgaben für Erzieher/innen an unserer Schule sind vielfältig. Anders als die Lehrer/innen sind die Erzieherinnen meist nicht in den Unterricht eingebunden, sind also fast ständig für die Mädchen und Jungen präsent und werden entsprechend oft von den Schülern angesprochen, sei es bei Sorgen und Problemen, sei es einfach zum Vokabeln abfragen vor dem Test. Anne Christine Pesch koordiniert das Werkstatt-Angebot und betreut Eltern, die ehrenamtlich Werkstätten organisieren. Selber leitet sie die Computer-Werkstatt. Weiterhin betreut sie das Schüler-Café und koordiniert gemeinsame Aktivitäten mit der 5. Und 6. Klasse der Grundschule. Von ihr können die Kinder auch lernen, wie man ein Fahrrad flickt. “Mein Wunsch-Projekt ist der Haushalts-Führerschein: Eine Werkstatt, in der die Kinder die Dinge lernen, die man im Alltag braucht, vom Knopf annähen bis zum ...?”

Anne Chistine Pesch ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie ist eine begeisterte Hobbyköchin.

 

Katrin Prost

Margret Rasfeld

hat jahrzehntelange Erfahrungen als Lehrerin und als Schulleiterin. Sie hatte währenddessen immer ein Ideal vor Augen, sowohl vom Lehrerberuf als auch von der Schule. “Lehrer müssen Schatzsucher sein und nicht Defizit-Ausweiser” ist einer ihrer Lieblingssätze. In der Schule sollte die Freude am Lernen erhalten bleiben, Kinder sollten ihre Kompetenzen anhand wichtiger Themen und durch Aufgaben von Bedeutsamkeit entwickeln, nicht durch Arbeitsblätter. Margret Rasfeld wurde 1951 in Gladbeck geboren. Von 1976 bis 1992 war sie an Gymnasien in Nordrhein-Westfalen als Lehrerin tätig, wo sie, oft unter den skeptischen Blicken der Kollegen, andere Unterrichtsformen umsetzte, mit Projekten auch außerhalb der Schule sowie Aufgaben, die für die Kinder einen erkennbaren Bezug zu ihrem Leben und ihrer Umwelt hatten. In den Jahren von 1992 bis 1997 baute sie als Didaktische Leiterin die Gesamtschule Borbeck in Essen auf. 1997 gründete sie die Gesamtschule Essen-Holsterhausen, die sie anschließend zehn Jahre lang leitete. In dieser Schule hat sie von Anfang an ihre pädagogischen Ideale umsetzen können. Außerdem hat sie die Ziele der Agenda 21, dem entwicklungs- und umweltpolitischen Programm für das 21. Jahrhundert, das im Jahr 1992 von 179 Staaten unterzeichnet wurde, ins Schulprogramm aufgenommen. Demokratie, umweltbewusstes Verhalten und das Miteinander verschiedener Kulturen, von behinderten und nicht behinderten Kindern sind einige Leitlinien dieser Schule.
Eines war aber nicht möglich: der gemeinsame Unterricht aller Kinder in einer Klasse.  Auch in Gesamtschulen werden die Schüler in den Hauptfächern in unterschiedlichen Leistungsgruppen unterrichtet. Der binnendifferenzierte Unterricht ist, von einigen reformpädagogischen Privatschulen abgesehen, erst an der Berliner Gemeinschaftsschule möglich. Margret Rasfeld ist eine überzeugte Anhängerin dieser Schulform. Seit Sommer 2007 ist sie Leiterin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, einer der ersten elf Schulen, die in Berlin zum Schuljahr 2008 als Gemeinschaftsschulen anerkannt wurden. Es versteht sich von selbst, dass Margret Rasfeld ihre Tätigkeit nie auf die Schule beschränkt sah. Sie initiierte und leitete zahlreiche Modellprojekte zu Themen wie Community Education, Schulsozialarbeit, Gewaltprävention, Mädchenförderung, Kinderrechte und Agenda 21. An Schulen, bei Bildungsprojekten und Stiftungen ist sie gefragte Referentin.

 

Katja Reetz

Markus Reisch

 

 

Aileen Rodewald

ist Berlinerin und liebt die Hauptstadt mit ihrer Vielfalt. 1980 wurde sie in Reinickendorf geboren, ging dort zur Schule und lebt bis heute in der Nähe von Familie und Freunden. Lehrerin wollte sie schon immer werden. Nach dem Abitur entschied sie sich für ein Sonderpädagogik-Studium, das sie teils an der Humboldt-, teils an der Technischen Universität in Berlin absolvierte: „Ich möchte etwas für die Kinder tun, die mich am meisten Unterstützung brauchen”, sagt sie. Ihre Schwerpunkte im Studium waren die Förderschwerpunkte „Lernen“ und „Sprache“ kombiniert mit dem Unterrichtsfach Arbeitslehre.. Außerdem hat sie als Tutorin an der TU jahrelang jüngere Studenten in der Textilwerkstatt beraten und betreut. Neben dem Studium erwarb sie das Montessori-Diplom. Ihr Referendariat absolvierte sie zum einen an einem Berliner Förderzentrum (Lernen), zum anderen an einer Grundschule mit Integrationsklassen im Saph-Bereich sowie in „Temporären Lerngruppen“. An der Evangelischen Schule Berlin Zentrum ist sie Klassenlehrerin und begleitet im „Kleinen Lernbüro“ Schüler, die eine besondere Unterstützung brauchen. In ihren Werkstätten lernt man, wie man lernt: Sie bietet einen Mix aus „Lern- und Arbeitstechniken“, „Methodentraining” sowie „Entspannungstechniken“ an. „Jeder lernt selbst und ständig“ (Andreas Müller) und wenn sie es als Pädagogin schafft den Schüler zu seiner individuell nächsten Lernstufe zu verhelfen, dann ist sie der Meinung ein großes Ziel erreicht erreicht zu haben. Aileen Rodewald hat sich bewusst für eine Gemeinschaftsschule entschieden: „Ich finde die Separierung der Kinder auf unterschiedliche Schultypen höchst unfruchtbar fürs Lernen. Sie bevorzugt „Vielfalt, statt Einfalt!“, um der Zementierung der gesellschaftlichen Klassen vorzubeugen, denn Schule sollte im Idealfall ein Abbild der Gesellschaft sein. „Es ist normal, verschieden zu sein“, lautet das Motto.

Aileen Rodewald lebt in einer Dachwohnung mit großem Balkon im Weddinger Kiez. Sie liebt Improvisationstheater und spielt in einer Gruppe, die sie mit gegründet hat. Außerdem reist sie gern mit Rucksack und Fahrrad.

 

Iris Rößner

Paul B. Schmidt

kam im Jahr 1958 in Bremen in einem Pfarrhaus zur Welt. Nach dem Abitur machte er zunächst eine Ausbildung zum Maschinenschlosser und arbeitete etliche Jahre in der Autoindustrie. Mittlerweile in Berlin lebend, entschied er sich dann für ein Studium an der FU Berlin – Publizistik/Kommunikationswissenschaften, Politik und Psychologie. Daneben arbeitete er an verschiedenen Theatern – vom Bühnenbild wechselte er schließlich zum Möbeldesign; dies war dann nach dem Studium auch Gegenstand seiner selbständigen Arbeit.

Als Lehrer ist Paul Schmidt also ein Quereinsteiger, der der Arbeit mit den Händen immer genauso viel Gewicht beimisst wie der Kopfarbeit. Er bietet Werkstätten und einen Wahlpflichtkurs an und ist Klassenlehrer. Mit seiner Begeisterung für das Segeln hat er mittlerweile Kollegen, Eltern und Schüler angesteckt: er wirkt federführend in der Segel AG mit, und in den Sommerferien organisiert er regelmäßig Segeltörns auf See. „Gemeinsam zu segeln ist soziales Lernen in Reinform, auch wenn wir diesen Begriff dafür gar nicht gebrauchen“, sagt er. „Auf dem Schiff muss man miteinander auskommen, man kann bei Konflikten nicht weglaufen und jeder muss verlässlich seine Aufgaben erfüllen, weil sonst alle Anderen darunter leiden.“ Wind und Wellen sorgen obendrein manchmal für Grenzerfahrungen. „Und das alles bekommt man, ohne sich einer wirklichen Gefahr auszusetzen. Segeln ist weniger gefährlich als Fahrradfahren in Berlin“.

Paul Schmidt ist ausgebildeter Coach und Mediator und unterstützt in dieser Rolle das Mitarbeiterteam, Schüler und Eltern. Er ist verheiratet und spielt in seiner Freizeit Saxophon, wenn er nicht gerade Segeln geht.... 

 

Wolf Schneider - stellvertretender Schulleiter

Charlotte Schnitzlein

Robert Schwebs

Astrid Seidel

Ich heiße Astrid Seidel und ich unterrichte seit August 2010 an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum das Fach Englisch und leite den Englisch-Fachbereich.

Als ich im Sommer 2010 von Nordrhein-Westfalen, wo ich mein Referendariat absolviert hatte, nach Berlin zog, entschieden mein kanadischer Lebensgefährte und ich uns ganz bewusst für den Bezirk Neukölln, weil man hier viele Menschen trifft, die mindestens genauso oft den Wohnort gewechselt haben wie wir: Kiel, Rostock, Canterbury (GB), London (GB), Oxford (GB), Mönchengladbach und Berlin sind bislang meine Stationen gewesen.
Als Englischlehrerin dreht sich bei mir natürlich alles um die englische Sprache: zu Hause spreche ich fast ausschließlich Englisch und wenn ich Zeit zum Lesen finde oder ins Theater gehe, dann suche ich ganz gezielt nach englischsprachigen Versionen, um mein Englisch ständig zu verbessern. –Das Erlernen einer Fremdsprache dauert ein Leben lang!
Da ich ursprünglich aus Schleswig-Holstein stamme und somit einen erheblichen Teil meines Lebens an der Küste verbracht habe, ist es mir wichtig, möglichst oft am, im oder auf dem Wasser zu sein. In meiner Freizeit erkunde ich Berlin daher am liebsten im Kajak oder Kanu.
Nachdem ich an mehreren sehr leistungsorientierten Gymnasien in Deutschland und in Südengland sowie an einer britischen Elite-Universität unterrichtet hatte, wurde der Wunsch immer stärker, langfristig an einer Schule unterrichten zu wollen, die neben purem Sachwissen auch Selbständigkeit und Engagement vermittelt: in den Lernbüros, in unserer neu entstandenen Oberstufe sowie auf den „Herausforderungen“, im Projektunterricht und im „Projekt Verantwortung“ ist all dies möglich! Es freut mich sehr, dass immer mehr Schulen sich uns zum Vorbild nehmen und Teile unseres Schulprogrammes übernehmen.

Ich bin an der ESBZ außerdem die Ansprechpartnerin für ein Schulprojekt in Dhaka, Bangladesch: im Oktober 2010 besuchte ich unsere Partnerschule in Dhaka und entwickelte gemeinsam mit den Kollegen dort das Projekt „Education is the key“, welches Kindern aus den Slums einen kostenlosen Schulbesuch ermöglichen soll. –Wenn wir in Berlin ausreichend Spendengelder aufbringen, dann können bangladeschische Kinder und Jugendliche kostenlos an unserer Partnerschule unterrichtet werden anstatt tagsüber hart auf Feldern, in Ziegeleien oder in textilverarbeitenden Betrieben schuften zu müssen. -Ohne eine finanzielle Unterstützung von unserer Seite ist es den Familien in Dhaka jedoch beim besten Willen nicht möglich, ihre Kinder zur Schule zu schicken, da die Familien so arm sind, dass sie auf das Einkommen ihrer Kinder angewiesen sind. Da ein Kind in Bangladesch jedoch lediglich um die 30 Euro pro Monat verdient, könnten wir durch eine entsprechende monatliche Spende einen tollen Beitrag zur Lösung vieler Probleme in Bangladesch leisten. Der Schlüssel zur Bekämpfung der Armut lautet BILDUNG, weswegen unser Projekt auch den Namen „Education is the key“ trägt.

 

Dorothea Severin

Milan Smalla

Barbara Stockmeier - Leiterin der Oberstufe

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Wo kann eine Pädagogin, die diese afrikanische Weisheit zu ihren Glaubenssätzen zählt, einen erfüllenden Platz des Wirkens finden? Natürlich an der ESBZ.

So können die künftigen Schüler von Barbara Stockmeier ihrer Französisch- und Spanischlehrerin mit aller Zuversicht entgegen sehen. Getreu dem Motto „Was Hans einmal können muss, kann Hänschen noch gar nicht wissen“ packt die begeisterte Lehrerin die Herausforderungen an die Schule des 21. Jahrhunderts munter an – und spricht damit der ESBZ aus der Seele.

Dass Barbara Stockmeier künftig an der ESBZ arbeitet, ist einem glücklichen Zufall zu danken. Bei dem Weiterbildungsmaster „Demokratiepädagogische Schulentwicklung und Soziale Kompetenzen“ an der Freien Universität lernte sie eine Schülerin der ESBZ kennen, die ihr mit leuchtenden Augen von ihrer Schule berichtete. Eine wahrlich gelungene Werbeaktion. Denn hinterher beschloss die Pädagogin: Wenn sie in den Schuldienst wieder einspurt, dann an dieser Schule. Wenn man so will, war es eine gelungene Punktlandung in Berlin nach quasi globaler Erkundung vielfältigster internationaler Schauplätze, der letzte an der Pädagogischen Hochschule Thurgau in Kreuzlingen in der Schweiz.
„Ich war schon immer gern Grenzgängerin, nicht nur geographisch“.

Besonders prägend waren für Frau Stockmeier neben der Zeit in der Schweiz ihre Monate in Ecuador, wo sie als Umweltpädagogin und in der Menschenrechtsbewegung engagiert war. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung gestaltete sie Workshops zu Themen der Nachhaltigkeit und Bürgerrechten. Frau Stockmeiers Liebe zu Frankreich und der französischen Sprache kam auch immer wieder auf ihre Kosten, sei es als Sprachassistentin in La Roche sur Yon während des Studiums oder im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes in Pézenas, wo sie zusammen mit jungen Erwachsenen ökologische Gemeindearbeit leistete.

Auch ihre Hobbies stehen im Zeichen der Internationalität. Seit vielen Jahren engagiert sich Barbara Stockmeier in Weltläden für den Fairen Handel. Sie schwärmt für indianisches Trommeln und ist eine begeisterte Schülerin des ägyptischen Hilal-Tanzes.

Was Frau Stockmeier allen Schülerinnen und Schülern an der ESBZ gerne mitgeben wird, ist ihre Überzeugung „Mut tut gut!“

 

Anke Tippelt

arbeitet seit der Gründung im Sommer 2007 an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum. Sie wurde im Jahr 1975 in Halle geboren. In dieser Stadt ging sie auch zur Schule und machte zunächst eine Ausbildung zur Gestaltungtechnischen Assistentin. Dann studierte sie:  Kunst an der Kunsthochschule, Englisch für die Sekundarstufe II an der Universität. Während des Studiums war sie ein Jahr in Dublin; in Kairo machte sie ein sechsmonatiges Praktikum. Nach dem Examen half sie einige Zeit einer Restauratorin bei der Wiederherstellung des Grünen Gewölbes im Dresdener Residenzschloss. Ihr Referendariat machte sie in Berlin, an einem Gymnasium in Hellersdorf. “Bereits während des Studiums habe ich mich mit alternativen Unterrichtsformen auseinandergesetzt, die den Schülern freiere, selbstgesteuerte Formen des Arbeitens erlauben. Das ist an unserer Schule möglich, durch Lernbüros, Projekte und jahrgangsübergreifende Klassen.” Zudem entschied sie sich sehr bewusst für eine Gemeinschaftsschule, weil diese Form das dreigliedrige Schulsystem hinter sich lässt. “Es ist ein großes Glück für mich, hier zu arbeiten, ich empfinde das als Privileg”, sagt Anke Tippelt. Sie arbeitet überwiegend im Lernbüro Englisch und ist Klassenlehrerin.

Die Künstlerin Anke Tippelt tritt zurzeit hinter der Lehrerin zurück. Ganz aufgegeben hat sie die Malerei aber nicht.

 

Caroline Treier - Pädagogische Leiterin

ist vom ersten Tag an Lehrerin an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum. Sie war im Jahr 2007 Klassenlehrerin der ersten 16 Mädchen und Jungen. Gemeinsam mit Schulleiterin Margret Rasfeld und Sekretärin Katja Köppen war sie außerdem für alles andere zuständig, was in den turbulenten Anfangsmonaten geschehen musste, bis hin zur Essensausgabe in der Mensa. Caroline Treier stammt aus der Fränkischen Schweiz. 1976 geboren, besuchte sie ein Internat in Bamberg und machte dort das Abitur. Studiert hat sie ebenfalls in Bamberg: Deutsch, Theologie, Arbeit – Wirtschaft – Technik und Musik für das Lehramt an Hauptschulen. Sie arbeitet gern mit Jugendlichen, wollte nicht nur Fachlehrerin, sondern bewusst Klassenlehrerin sein und die Mädchen und Jungen bei der Berufs- und Lebensorientierung begleiten. Nach dem Referendariat arbeitete sie an Schulen im Kreis Bamberg und in der Stadt Coburg. Dort wurde sie bereits mit 28 Jahren verbeamtet. Kurz nach der Geburt ihres ersten Sohns zog sie nach Berlin, wo ihr Mann schon drei Jahre arbeitete. Während der Elternzeit wuchs ihr Wunsch, sich hier am Aufbau einer Reformschule zu beteiligen: “Mit der ESBZ fand ich eine Schule, in der alles denkbar ist, in der es keine starren, stur auf Tradition berufenen Strukturen gibt, in der Werte genauso wichtig sind wie Lerninhalte und der individuelle Schüler im Mittelpunkt steht.”

Während der Elternzeit mit ihrem zweiten Kind machte Caroline Treier eine Ausbildung zur Lerntherapeutin, um Kinder mit Lese-Rechtschreibe-Schwäche, Dyskalkulie, ADS und ADHS besser unterstützen zu können. Sie ist Klassenlehrerin und bereitet Zehntklässler auf den Mittleren Schulabschluss (MSA) vor.

Caroline Treier wohnt mir ihrer Familie in Prenzlauer Berg. Sie freut sich über viele Gäste zu Hause, liest und schwimmt gerne und erkundet Berlin und seine Umgebung.

 

Mandy Voggenauer

stammt aus Berlin - sogar aus Berlin-Mitte. Geboren im Jahr 1973, machte sie nach Abschluss der Polytechnischen Oberschule eine Ausbildung zur Friseurin – das Abitur durften in der DDR nur wenige Schüler machen und sie gehörte nicht dazu. Nach der Wende holte sie das nach, anschließend schrieb sie sich an der Technischen Universität für ein Lehramtsstudium mit den  Fächern Chemie und Politikwissenschaften ein. Im Jahr 2007  hat sie ihr Studium beendet. Danach trat sie eine Stelle an der Freien Schule Pankow an. Zweieinhalb Jahre unterrichtete sie dort. Seit Februar 2010 ist sie an der ESBZ und leitet das Naturwissenschaften-Lernbüro. Ihr ist es wichtig, dass die Schüler sich selber als mitverantwortlich fühlen dafür, das sie etwas lernen. „Ich lasse sie gern erst einmal aufschreiben, was sie in der Stunde lernen wollen, damit sie erkennen, dass sie selbst eine Entscheidung dafür treffen müssen”, sagt sie. „Denn ich sehe mich nicht als die Lehrerin, die leere Köpfe füllt. Die Mädchen und Jungen brauchen am Ende messbare Kompetenzen, und sie sollen lernen, wie man sich die aneignet.“  Experiemtieren, Forscherfragen formulieren und Antworten finden - das sind ihre Methoden im Unterricht.  „Ich will den Forschergedanken in den Kindern wecken.”

Mandy Voggenauer lebt auch heute noch in Mitte. Sie schneidert gern, macht Schmuck und eigene Drucke und beschäftigt sich mit Streetart.

 

Dorothee Wagner

Sabine Wohlrab