Projekt "Herausforderung"

Der Mut wächst mit jedem Blick auf die Größe des Unternehmens.
Seneca  

Herausforderungen bilden
Wir wissen es aus der Entwicklungspsychologie, wir wissen es aus der soziokulturellen Forschung, der Hirnforschung, der Motivationsforschung, der Resilienzforschung, wir wissen es von den großen Pädagogen, wir wissen es aus unserer eigenen Lebenserfahrung: sich Ziele zu setzen, eine Vision zu haben und zu verfolgen, Herausforderungen zu bestehen und dabei Erfahrungen von Selbstwirksamkeit zu machen, das fördert Anstrengungsbereitschaft, Entdeckungsfreude, Erlebnisfähigkeit, Unternehmensgeist, Wagemut, Risikobereitschaft, Verantwortungsgefühl, Selbstbbewusstsein.

"use it or lose it"
Herausforderungen haben uns geprägt, weitergebracht, mentale Modelle verändert, uns Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gegeben, zu Anstrengung und Ausdauer, zu Neuem befähigt. Erfahrungen von Selbstwirksamkeit sind prägende Lebenserfahrungen, die psychologisch und neurophysiologisch Motivation freisetzen auf  'davon mehr'.  „Use it or loose it „ –  so lautet die Grundregel unseres Gehirns. Visionen, Ziele, innere Bilder sind ausschlaggebend dafür. 

Herausforderungen gehören in die Schule
Das 21. Jahrhundert braucht eine Vielfalt von Talenten und Persönlichkeiten. Es braucht ebenso außergewöhnliche Individuen, die für jede Gesellschaft unverzichtbar sind. Es ist daher wichtig, jungen Menschen so oft wie möglich die Gelegenheit zu geben, zu entdecken und zu experimentieren – ästhetisch, sportlich, wissenschaftlich, kulturell und sozial. Gleichzeitig halten Hirnforscher Kinder und Jugendliche für unterfordert. „Es müssen in den Schulen mehr Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Kinder viele unterschiedliche praktische Erfahrungen machen können. Nur diese werden im Gehirn fest verankert.

Kinder brauchen immer wieder Gelegenheit, etwas zu erfahren, was unter die Haut geht, was sie berührt und begeistert“ - so Prof. Gerald Hüther, Hirnforscher.  „Selbstvertrauen und Zuversicht sind Fähigkeiten, die in den Menschen wachsen müssen, nicht von außen, sondern von Innen. Kleine Kinder tragen diese Kraft, sich dem Leben stellen zu wollen, noch in sich. Wenn sie später verloren geht, so liegt das nicht an ihrem Gehirn, sondern an den Erfahrungen, die sie beim Erwachsenwerden hier und heute leider allzu oft machen. 

Selbst-Vertrauen gewinnen
Das Wichtigste ist, sich Herausforderungen zu stellen. Jeder Mensch muss in sich selbst Mittel suchen, in die ihn umgebende Welt aufzubrechen. Nur so kann er die Erfahrung machen, Schritt für Schritt an neuen Herausforderungen zu wachsen. Dabei baut sich sein Gehirn um. Die Hirnforscher nennen das experience dependent plasticity. Und wenn man nun noch jemanden findet, der diese Leistung anerkennt, würdigt und wertschätzt, kann es sein, dass man von einem resignierenden Schwarzseher und Nichtstuer zu einem begeisterten Problemerkenner und Umgestalter wird. Aus Sicht der Hirnforschung sind die wichtigsten menschlichen Ressourcen vor allem drei Dinge: 

  • Das Vertrauen in eigenes Wissen, vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten.
  • Das Vertrauen, dass es jemanden gibt, mit dem man Dinge gemeinsam lösen kann - "social support".
  • Das Vertrauen, dass man gehalten ist in der Welt. Das braucht man, wenn man allein nicht weiterkommt und auch die anderen einem nicht helfen können. Vertrauen, dass es wieder gut wird und dass die Dinge Sinn ergeben. Diese Ressource ist unendlich stark.

Nur Menschen, die alle drei Ressourcen gut entwickelt haben, sind richtig stark und haben auch die größten Chancen, ihr Gehirn und ihr kreatives Denkvermögen gut zu nutzen.

Die Kinderrechtskonvention und die Schulgesetze der Länder fordern von den Schulen die größtmögliche Förderung aller Potenziale der Kinder und Jugendlichen - und gleichzeitig wissen wir, dass in der Schule mit ihrer traditionellen Unterrichtskultur nur ca. 30 % des menschlichen Lernens stattfindet und ein Großteil der Potentiale nicht ausgeschöpft werden. Trotz vielfältiger Weg weisender nationaler und internationaler Expertisen und Empfehlungen ist das informelle „just in time lernen im Leben“ bisher nicht ernsthaft in Schule integriert. In jedem Menschen steckt ein Unternehmer – so Günter Faltin, Prof. für Entrepreneurship und Gründer der Initiative Lebensunternehmer.

Projekte in unserer Schule
Wir müssen uns der Frage stellen: Kann Schule, der Ort, an dem Kinder und Jugendliche einen Großteil wesentlicher Lebenszeit verbringen, der Ort, der ihre Grund-Ein-Stellung zum Lernen und damit ihre Motivation für das lebenslange Weiter-Lernen so wesentlich prägt, kann oder muss nicht Schule der Initiations-Raum werden und sein für diesen unternehmerischen Geist?!

Wir an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum wollen Wege dazu suchen und stellen  Lernzeit zur Verfügung stellen für das „Lernen im Leben“.  Im Projekt „Eine Herausforderung meistern“ suchen sich Schülerinnen und Schüler jeweils drei Wochen  in den Jahrgängen 8 – 10 alleine oder in Gruppen eine Herausforderung, die sie meistern wollen.

Wir suchen Unterstützung!

Wir suchen regelmäßig BegleiterInnen und Begleiter für die drei Wochen Herausforderung. Dieses Jahr findet Herausforderung vom 1. September bis 18. September 2015 statt. Download der Datei ...Die Ausschreibung mit weiteren Informationen finden Sie hier.

Melden Sie sich bei Interesse per Mail an herausforderung[at]ev-schule-zentrum.de.

 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier:

Download der Datei ...Herausforderung 2017 - Infoheft für die Eltern

 

Übersicht von Beispielprojekten zu Herausforderungen:

Interner LinkHerausforderungsprojekte 2014

Interner LinkHerausforderungsprojekte 2013

Interner LinkHerausforderungsprojekte 2012


Filme zu Herausforderungen:

Externer Link zu ...Entrepreneurship Summit

Externer Link zu ...Segelvideo

Externer Link zu ...Campus