Neues Lernformat „Lern- und Arbeitskompetenzen“ in der Oberstufe

Im April haben wir zum ersten Mal erfolgreich unser Lernformat „Lern- und Arbeitskompetenzen (LAK)“ in der Oberstufe durchgeführt und sind noch immer ganz euphorisiert und stolz auf diesen Tag voller Inspiration und Lernfreude.

Was genau sind Lern- und Arbeitskompetenzen?

In den Workshops zu Lern- und Arbeitskompetenzen erlernen die Schüler*innen Strategien und Kompetenzen für erfolgreiches Lernen und Arbeiten und damit Werkzeuge des Lernens und Lebens. Die Workshops finden zum Einen zu fachspezifischen Kompetenzen statt wie beispielsweise die Analyse historischer Quellen, das Schreiben einer Erörterung oder eines Essays, das Lesen geographischer Karten oder der Umgang mit Statistiken. Zum Anderen gibt es Workshops für die Erweiterung und Festigung überfachlicher Kompetenzen wie zum Beispiel Visualisierungstechniken, Kommunikationsstrategien, Supportive Leadership, oder Präsentations- und Dokumentationsformen.

Wie lief der Tag zu Lern- und Arbeitskompetenzen ab?

Alle Schüler*innen des Jahrgangs 12 hatten an diesem LAK-Tag die Möglichkeit aus einem breiten Workshop-Angebot jeweils zwei Themen auszuwählen. In den dreistündigen Workshops am Vor- und Nachmittag wurden einerseits fachliche und methodische Kompetenzen vermittelt, die für die Jugendlichen insbesondere für das Lernen in der Oberstufe hilfreich sind. Andererseits beschäftigten sie sich mit überfachlichen Kompetenzen, die für sie als Werkzeuge des Lebens auch außerhalb von Schule oder nach dem Ende der Schulzeit bedeutsam sind. Die Schüler*innen konnten dieses Mal aus dem folgenden vielfältigen Workshopangebot wählen:

 

  • Sketchnotes – oder die Kunst aus weniger mehr zu machen
  • Tafelwerk & Taschenrechner – Tipps und Tricks zum Umgang mit den erlaubten Hilfsmitteln im Matheunterricht
  • Selbstorganisation – The bad news is, time flies. The good news is, you’re the pilot
  • Punkt, Punkt, Komma, Strich! Rechtschreibung und Zeichensetzung – Auffrischung und Notfallkit für die Oberstufe
  • „Gegen die Wand reden und mit Worten töten“ – Wer braucht schon Kommunikationskompetenz?
  • Reich und glücklich mit dem richtigen Job!
  • Tante Kete und Emma – Verantwortungsvoller Umgang mit Drogen
  • Fit für die erste eigene Wohnung
  • Ich bin mein eigener Chef! Selbständig oder ständig selbst? – Existenzgründer-Basiskurs mit dem Schwerpunkt auf Rechnungswesen
  • Immer noch Stress mit dem Stress? – Wege zu mehr Gelassenheit durch Imagination, Meditation und Emphatie
  • Datenschleimspuren im Netz
  • Von den Profis lernen – wie recherchiere ich richtig im Netz? – Angehende Journalisten zeigen Tipps & Tricks, die sie in ihrer Ausbildung gerade gelernt haben

Die Workshops wurden von Lehrer*innen, einer Schülerin, Eltern, außerschulischen Partner*innen und Expert*innen durchgeführt. Der Schule bietet sich dadurch eine besondere Möglichkeit sich für Impulse von außen durch Externe zu öffnen und interne, bisher oft ungenutzten Potentialen zu entfalten.

Die ESBZ bringt durch dieses Lernformat das Selbstverständnis zum Ausdruck, sich nicht alleinig als Dienstleister zur Vorbereitung der Abiturprüfungen zu begreifen, sondern vielmehr ein Lernort zu sein, der Jugendlichen Wege in ein selbstbestimmtes (Berufs-) Leben ebnet und sie beim Erwachsenwerden begleitet.

Die wissenschaftliche Evaluation dieses neuen Lernformats erfolgt durch die Alanus-Hochschule. Die ersten Rückmeldungen von Teilnehmenden und Workshopleitenden an uns waren durchweg positiv. Im nächsten Schuljahr werden die LAK-Tage ausgeweitet  sowohl in der Anzahl der LAK-Tage als auch in Bezug auf die Jahrgänge (11-13).