„Wir wollen eine gute Verbindung zwischen Alt und Jung aufbauen", sagte Schülerbischöfin Caro. Die ganze Klasse möchte ihre Erfahrung in einem Buch festhalten. "Wäre toll, wenn wir mit dem Buchprojekt andere Schulen anstecken könnten", meint Vincent.
„Die jungen Bischöfe sind die Stimme der Jugend in die Stadt“, so Superintendent Bertold Höcker, der das Projekt mit initiiert hat, „Jugendliche sprechen Themen, die ihnen auf der Seele brennen, wesentlich direkter an als wir Erwachsenen. Sie erkennen Missstände und wollen mit ihren Mitteln etwas dagegen tun.“ So planen die Schülerbischöfe und ihre Mitschüler gemeinsam mit Senioren und Schulanfängern Pflanzaktionen auf ungenutzten Stadtbrachen. Vorher werden die Erfahrungen der Senioren und die Ideen der Schulanfänger zum Thema Gartenbau von den Schülern in einem Buch zusammenfassen.
Die Tradition der Kinder- oder Schülerbischöfe kommt aus dem Mittelalter. An Kloster- und Stiftsschulen wurde zu bestimmten Zeiten ein Schüler zum Bischof beziehungsweise zum Abt gewählt. Für einen Tag durfte er einen Teil der bischöflichen Amtspflichten übernehmen. Der ehemalige Berliner Generalsuperintendent Ralf Meister hatte die Idee, Kinder und Jugendliche zu Bischöfen zu machen, aus seiner Heimatstadt Hamburg nach Berlin mitgebracht. Die ersten Berliner Schülerbischöfe wurden im vergangenen Jahr gewählt. Neben Berlin und Hamburg gibt es auch in Göttingen und Ottstedt (Magdala) Kinderbischöfe.
Termine:
Dienstag, 6. Dezember, 10.30: Gottesdienst zur Einführung der Schülerbischöfe, im Anschluss Präsentation der Sonderpostwertzeichen Nikolaus und St. Martin und große Nikolausaktion mit Kindergartenkindern am Neptunbrunnen.
Gottesdienst und Briefmarkenpräsentation unter anderen mit Bischof Markus Dröge, Superintendent Bertold Höcker und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Str. 8, Berlin, nahe Alexanderplatz



